Wappen

 

Wappen EICHELSDORF

Nach § 14 Abs. i der Hessischen Gemeindeordnung des Hessischen Ministeriums des Inneren

(datiert vom 17.10.1996; GVB1, I, 456) stiftet für die Gemeinde EICHELSDORF, Ortsteil von NIDDA, anlässlich ihres Ortsjubiläums 2017, der Ortsbeirat unter Vorsitz des Ortsvorstehers Carsten Bingel eigenständig und abschließend im Dezember 2016 ein eigenes Ortswappen.


Das Wappen wird blasoniert wie folgt :

»In Rot ein silberner Wellenbalken, oben zwei silberne achtstrahlige Sterne,
unten drei goldene Buchenblätter (2 : 1).«

Fahne: »Rot-Weiß mit aufgelegtem Wappenschild.« (Farben der Johanniter sowie Hessens)

 

Erläuterung des Wappens :

Die Abtei Fulda war in der nördlichen Wetterau reich begütert. Graf Berthold II. von Nidda (Grafen von Nidda; Wappen: Gold mit schwarzem Schildhaupt, worin zwei achtstrahlige silberne Sterne), welcher Vogtherr der Abtei Fulda war, überträgt den Johannitern die Pfarrei von Nidda zusammen mit beträchtlichen Gütern, darunter die Kirche und den Ort »Eigelesdorph« Anno 1187. Die Johanniter errichteten in Nidda eine Komturei (Kommende) zu der Eichelsdorf gehörte. An die Übertragung Eichelsdorfs an den Johanniterorden erinnern die Wappenfarben Rot und Weiß (Silber). Zwei silberne Sterne stehen für die Grafschaft Nidda (Nidda wird in einer Urkunde von Fulda um 817 als Nithahari marcu in Wettereiba erwähnt.)

Die Grafen von Nidda zusammen mit ihren Erben Ziegenhain waren von 1187 bis 1450 die bestimmenden historischen Kräfte von Eichelsdorf. Anno 1205 erbt Graf Ludwig von Ziegenhain (Grafen von Ziegenhain; Wappen: Gold mit schwarzem Schildhaupt, worin ein sechsstrahliger silberner Stern) von seiner Mutter, einer unverheirateten Schwester des Grafen Berthold, die Grafschaft Nidda mit allen zugehörigen Orten; nach dem Aussterben des Grafenhauses 1450 kommt das Erbe an die Landgrafen von Hessen. Der silberne Wellenbalken steht für den Eichelbach, der durch den Ort fließt und in der Dorfmitte in die Nidda mündet.

Drei goldene Buchenblätter symbolisieren die Buchenwälder von Eichelsdorf, die Teil des großen Buchenlandes, der hessischen »Buchonia«, sind. Der Ortsname geht nicht auf die Eiche zurück, sondern deutet auf einen Besitzstand hin, indem die Siedlung bezeichnet wird als: »Dorf des Eigeles«. Der berühmte Abt Eigil der Reichsabtei Fulda, der um 750 bis 822 lebte, kommt hier als Herr des Eigelesdorph‘s in Frage.

Die Gemeinde Eichelsdorf hat das oben blasonierte Wappen angenommen am 19. Dezember 2016:

»um es in allen redlichen und ehrlichen Sachen und Geschäften, Feiern, Gezeiten, Siegeln, Petschaften,

Papieren und sonst allen anderen Orten nach Ehre des Ortes, Willen und Wohlgefallen zu gebrauchen.«

(so die Kaiserliche Anordnung der Hofkanzlei zu Wien für Wappenverleihungen, um 1700).

Das Wappen hat nach bestem Wissen und Gewissen entworfen, »in Farben ausgemalet«, unterschrieben und gesiegelt :

Michael Schroeder M. A., Heraldiker und Stadtarchivar zu Ortenberg in Hessen, Mitglied des »Herold« zu Berlin; Mitglied des »Wappen-Löwen« zu München, Mitglied der Association Luxembourgeoise de Généalogie et d´Héraldique, Ehrenmitglied der Accademia Araldica delle Due Sicilie.

Der Ortsvorsteher der Gemeinde Eichelsdorf den 19.12.2016 Carsten Bingel sowie der Ortsbeirat als wappenstiftender Ausschuss.

Nach einer Idee von Oliver Lein und Unterstützung von Werner Rau und dem Ortsbeirat.